Pressemitteilung Fraunhofer-Institut für Lasertechnik vom 20. Februar 2015

20.02.2015

Ende Januar 2015 trafen sich ca. 35 hochrangige Forscher von Instituten und Universitäten aus China und Deutschland zum zweitägigen Chinesisch-Deutschen Symposium. Dieses Symposium ist die Fortsetzung einer Reihe von Austauschseminaren, die seit 2010 abwechselnd in Deutschland und China stattfanden. Es wurde durch das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung (Beijing, China) gefördert und vom Lehrstuhl für Lasertechnik LLT der RWTH Aachen University durchgeführt. Ein wichtiges Ziel des Symposiums ist die Vertiefung einer bilateralen Kooperation der führenden Experten Chinas und Deutschlands im Bereich Laser Additive Manufacturing (LAM) und der Bearbeitung von Hochleistungswerkstoffen.

 

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Chinesisch-Deutsches Symposium für Laser Additive Manufacturing und die Bearbeitung von Hochleistungswerkstoffen

Die versammelten Teilnehmer des jüngsten Chinesisch-Deutschen Symposiums vor dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen. Urheberrecht: Fraunhofer ILT, Aachen. Die versammelten Teilnehmer des jüngsten Chinesisch-Deutschen Symposiums vor dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen.

Prof. Reinhart Poprawe, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT sowie des Lehrstuhls für Lasertechnik LLT, begrüßte die Experten in seiner Eröffnungsrede und hob die Tatsache hervor, dass »die chinesischen Forscher in den letzten fünf Jahren signifikante Fortschritte im Bereich der Photonik und Lasertechnologie gemacht haben.«

Letztlich legte diese jüngste Entwicklung den Grundstein für die Organisatoren, Prof. Dongdong Gu (Professor am College of Materials Science and Technology und stellvertretender Direktor des Institute of Additive Manufacturing (3D Printing), Nanjing University of Aeronautics and Astronautics (NUAA), PR China) und Prof. Ingomar Kelbassa (stellvertretender Leiter des Lehrstuhls für Lasertechnik LLT und Abteilungsleiter am Fraunhofer ILT), den gegenseitigen Austausch zu intensivieren.

Bei dem zweitägigen Symposium präsentierten führende Professoren und Forscher verschiedener hochrangiger Universitäten Chinas und Deutschlands einen Überblick über ihre aktuellen Forschungsaktivitäten. Der dritte Tag bot den Teilnehmern die Gelegenheit, die Forschungsanlagen des Fraunhofer ILT, Fraunhofer IPT und des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen University zu besichtigen.

Für manche der chinesischen Delegierten stellte das Symposium die jüngste Folge einer Reihe vorausgegangener Besuche und Kooperationen mit ihren jeweiligen Forscherkollegen aus Deutschland dar. Die Teilnahme an diesem Symposium berechtigte sie wie auch Kollegen, die noch nie in Deutschland gewesen sind, nachträglich Forschungsanträge einzureichen. Erfolgreiche Projekte werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der National Natural Science Foundation of China (NSFC) gemeinsam finanziell unterstützt.

Eine offene Diskussion im Anschluss an das Symposium diente dem Dialog zwischen potenziellen Partnern mit dem Ziel, die verfügbaren Fördermittel zeitnah möglichst sinnvoll einzusetzen. So sind eine Handvoll möglicher gemeinsamer Projekte bereits angesprochen worden und können nach Zusammenstellung der Unterlagen zur Finanzierung vorgelegt werden.

Die Resonanz des Symposiums war durchweg positiv. So verdeutlichten viele der chinesischen Teilnehmer, dass sich aufgrund der ausgezeichneten Grundlagenarbeit zum Beispiel auf dem Gebiet des LAM am Fraunhofer ILT und ebenso durch die fortlaufende Zusammenarbeit mit Deutschland wertvolle Chancen für die eigenen Forschungsaktivitäten ergeben. Neben vielen weiteren positiven Kommentaren erwähnte Prof. Minlin Zhong, Professor an der School of Materials Science and Engineering, Tsinghua University, LIA-Fellow und regelmäßiger Besucher deutscher und internationaler Institute: »Der Hauptvorteil liegt im Informationsaustausch sowie in der Möglichkeit, zielorientiert die Stärken zu verbinden und Schwächen auszubalancieren. Diese können zu zündenden Ideen inspirieren und neue Lösungsansätze schaffen.«