Pressemitteilung Fraunhofer-Institut für Lasertechnik vom 10. Juni 2015

10.06.2015

In Melbourne, Australien, wird ein neues Kooperationszentrum für Innovative Produktionstechnologie ins Leben gerufen. Am 26. Mai 2015 gab Australiens Minister für Industrie und Wissenschaft, Hon Ian Macfarlane MP, den Startschuss für das »Innovative Manufacturing Cooperative Research Centre (IMCRC)«, an dem neben Industriepartnern und Universitäten auch das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT aus Aachen beteiligt ist.

 

Fraunhofer ILT wird Partner des »Innovative Manufacturing CRC« in Melbourne

Prof. Milan Brandt, Royal Melbourne Institute of Technology RMIT University, Melbourne. Urheberrecht: RMIT Prof. Milan Brandt, Royal Melbourne Institute of Technology RMIT University, Melbourne.

Am 26. Mai 2015 eröffnete Australiens Minister für Industrie und Wissenschaft, Hon Ian Macfarlane MP, die »2015 Cooperative Research Centres Association Conference« im Parlamentsgebäude in Canberra und startete somit die Initiative »Innovative Manufacturing CRC« mit Hauptsitz in Melbourne. Das Kooperationsprojekt soll die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie im Bereich der Additiven Fertigung fördern. Im Fokus stehen dabei Forschung und Entwicklung für Additive Fertigungsverfahren, die Entwicklung von automatisierten und unterstützenden Technologien sowie hochwertiger Produkte und schließlich der Technologietransfer in die Industrie.

  Adj. Prof. (RMIT) Akad. Oberrat Dr.-Ing. Ingomar Kelbassa. Urheberrecht: Fraunhofer ILT, Aachen. Adj. Prof. (RMIT) Akad. Oberrat Dr.-Ing. Ingomar Kelbassa.

Das Fraunhofer ILT wird aufgrund seiner Expertise in zwei Forschungsbereichen innerhalb des IMCRC federführend tätig sein. Dazu zählt die Additive Fertigung von 3D-Multimaterial-Systemen und -Bauteilen sowie die Erweiterung der Anwendungsfelder, vorrangig in der Elektrotechnik (Mikrofone) und Medizintechnik (Implantate).Um diesen wissenschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden, ist das Fraunhofer ILT sowohl personell als auch mit Anlagen- und Systemtechnik signifikant beteiligt und erhält direkte Förderung aus Australien.
Dr. Peter Jonson, vorläufiger Vorstandsvorsitzender des IMCRC, spricht von einem Gesamtbudget für das Projekt in der Größenordnung von 250 Millionen Australischen Dollar. Es setzt sich zusammen aus einer Commonwealth-Förderung in Höhe von 40 Millionen Australischen Dollar und Industriebeteiligungen von weiteren 210 Millionen Australischen Dollar.

Partner des IMCRC

Mit insgesamt 18 internationalen Unternehmen aus der produzierenden Industrie, darunter die SLM Solutions GmbH, RØDE Microphones und die Stryker Corporation, startete die Initiative. Im Laufe der nächsten Jahre sollen noch weitere Unternehmen hinzukommen. Ferner sind 16 internationale Universitäten und Forschungseinrichtungen an dem IMCRC beteiligt, neben vielen anderen renommierten australischen Universitäten auch die RMIT University, die mit dem Fraunhofer ILT bereits seit mehreren Jahren eine enge Partnerschaft pflegt, sowie die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation CSIRO. Das Fraunhofer ILT ist als einzige deutsche FuE-Organisation Partner des IMCRC.