FSC-Professor Walter Leitner und sein Team für Deutschen Zukunftspreis nominiert

11.09.2019

Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) durch Kraftwerke, Verkehrsmittel und Industriebetriebe, in denen fossile Stoffe verarbeitet werden, wird aktuell kontrovers diskutiert. Ein Weg den Kohlenstoff sinnvoll zu nutzen, wäre die verarbeitung als Rohmaterial zur herstellung von Kunststoffen in der chemischen Industrie. Eine Methode für diesen Ansatz entwickelten die Chemiker Dr. Berit Stange, Dr. Christoph Gürtler und Prof. Dr. Walter Leitner. 

 

CO2 – ein Rohstoff für nachhaltige Kunststoffe

Die Nominierten für den Deutschen Zukunftspreis. Urheberrecht: Büro Deutscher Zukunftspreis (v.l.n.r.) Prof. Dr. rer. nat. Walter Leitner, Dr. rer. nat. Christoph Gürtler, Dr. rer. nat. Berit Stange

Berit Stange, Leiterin für Kreislaufwirtschaft Polyurethane der Covestro Deutschlang AG, Christoph Gürtler, Leiter des Bereichs Neue Verfahre und Produkte ebenfalls bei der Covestro Deutschland AG und Walter Leitner, Lehrstuhlinhaber für Technische Chemie und Petrolchemie an der RWTH Aachen University sowie Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mühlheim an der Ruhr, haben eine Methode entwickelt, durch welche das Treibhausgas CO2 marktfähig in der Kunststoffproduktion eingesetzt werden kann. Das chemische Verfahren basiert auf maßgeschneiderten Katalysatoren und macht das reaktionsträge Kohlendioxid für die Herstellung von Polyolen nutzbar. Für die Entwicklung dieses katalytischen Verfahrens und die ersten erzeugten Produkte sind die drei Forscher nun für den Deutschen Zukunftspreis 2019 nominiert.